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Burg Donaustauf


Markt Donaustauf
Burgstraße
93093 Donaustauf


Die Burgruine liegt romantisch über der Donau und der Ortschaft Donaustauf
bei Regensburg, in Sichtweite der weltberühmten Walhalla.

Die Befestigungsanlage wurde um das Jahr 900 das erste Mal als
"castrum quod dicitur stufo" genannt, es bestand aber um 500 v. Chr. schon
eine keltische Befestigung, wie umfangreiche Ausgrabungen ergeben haben.
 
Die mittelalterliche Burg ist urkundlich ab 1132 als Eigentum der Regensburger
Bischöfe eingetragen, die sie zeitweise als Residenz nutzten. Ihre bewegte Geschichte
wird bestimmt durch ständige Auseinandersetzungen mit den bayerischen
Herzögen. Hintergrund der Kämpfe ist das Vorhaben der welfischen und später
wittelsbachischen Landesherrscher, ihre Herrschaft über Regensburg auszudehnen,
was ihnen jedoch nie gelang. 1132, 1146, 1161 wird Donaustauf durch den Herzog
erobert, muss jedoch immer wieder zurückgeben werden. Im 14. Jahrhundert ist
der Bischof gezwungen, die Anlage aus Geldnot zu verpfänden. Die einflussreiche
Regensburger Patrizierfamilie Auer, Kaiser Karl IV., die bayerischen Wittelsbacher
und zuletzt die Reichsstadt Regensburg gehören zu den Besitzern.  

Wegen der günstigen strategischen Lage, baut man Donaustauf vom 14. bis zum
17. Jh. konsequent nach dem neuesten Stand der Wehrtechnik aus. Nach der
Eroberung Regensburgs durch die Schweden 1633 wird die Festung 1634 von den
Schweden gestürmt, geplündert und angezündet – die Bewohner ermordet.
Obwohl die Burg danach zeitweise noch bewohnt wird, folgt der rasche Verfall und
die Nutzung als Steinbruch. 1812 geht die Ruine an die Fürsten von Thurn und Taxis,
heute ist sie Eigentum der Gemeinde Donaustauf.




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