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Wallfahrtskirche Maria Hilf


Wallfahrtskirche Maria Hilf
Franziskanerplatz 6
86836 Klosterlechfeld


Die Wallfahrtskirche Maria Hilf liegt etwa in der Mitte des Ortes Klosterlechfeld im Landkreis Augsburg. Die 1984 von Grund auf restaurierte Kirche gilt als eine der bedeutendsten Rokoko-Sehenswürdigkeiten auf dem Lechfeld.
Maria Hilf geht auf eine Stiftung der Witwe des Augsburger Bürgermeisters Raimund von Imhof zurück. Regina von Imhof soll sich auf der Rückfahrt von Augsburg zu ihrem Schloss in Untermeitingen im dichten Nebel des Lechfelds verirrt haben. In ihrer Not gelobte sie den Bau einer Kapelle zu Ehren Marias, um wieder den richtigen Weg zu finden. Der Lech war damals nicht reguliert und viele Nebenarme mit Sumpf bildeten ein gefährliches Labyrinth, das schon einigen Menschen zur Todesfalle geworden war.
Als sie plötzlich die Lichter ihres Schlosses in der Ferne sah, musste ihr Kutscher angeblich seine Peitsche in die Erde stecken, um den Standort der zukünftigen Kapelle zu markieren.
Der Grundstein zum Kirchlein „Unserer Lieben Frauen Hilf“ wurde am 7. April 1603 gelegt. Bereits am Dreifaltigkeitstag des nächsten Jahres konnte der Augsburger Weihbischof Sebastian Breuning den Bau einweihen. Der Entwurf der Rotunde stammte vom Augsburger Stadtbaumeister Elias Holl, der das Pantheon in Rom zum Vorbild nahm.
Schon bald setzte eine rege Wallfahrt zum Gotteshaus auf dem Lechfeld ein, zu deren Betreuung sich ab 1606 Franziskanermönche aus der Provinz Straßburg niederließen. Die Stifterin errichtete den Ordensbrüdern darauf hin ein erstes Klostergebäude, das rasch ausgebaut und bereits im Jahre 1624 zum Konvent erhoben wurde. Um das Kloster entstand der Weiler Lechfeld als Ansiedlung von Handwerkern, Händlern, Wirten und Bauern, denen der Wallfahrtsbetrieb gute Geschäfte versprach.
Während des Dreißigjährigen Krieges wäre die Rotunde beinahe von den Schweden zerstört worden. General Wrangel entschloss sich jedoch, die Kapelle zu verschonen.
Die Wallfahrt erhielt in der Folge immer mehr Zulauf, so dass im Jahre 1656 mit dem Anbau eines Langhauses begonnen wurde. 1659 konnte der Erweiterungsbau abgeschlossen werden. Anschließend begann die Erhöhung des Rundbaues und die Errichtung der Sakristei.
1690/91 kamen noch die beiden runden Seitenkapellen hinzu, die der Kirche zusammen mit der Rotunde ihr eigentümliches  Aussehen verleihen.
1739 bis 1748 wurde der Innenraum der Kirche umgebaut und ergänzt und 1984 konnte eine mehrjährige Generalsanierung abgeschlossen werden
1993 verließen die Ordensbrüder auf Anordnung der Bayerischen Franziskanerprovinz das Kloster neben der Kirche.




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