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Dreikönigskirche


Dreikönigskirche Dresden
Hauptstraße 23
01097 Dresden

Tel 0351-8124101



Erstmals wurde die Dreikönigskirche  in Altendresden im Jahre 1421 erwähnt und wurde nach ihrem Altarbild "Zu den Heiligen Drei Königen" benannt.

Altendresden hieß der Ort rechts der Elbe. Er lag der markgräflichen Stadt und Burg Dresden gegenüber.
Im Jahre 1685, als ein furchtbarer Großbrand Altendresden heimsuchte, versank auch die Dreikönigskirche in Schutt und Asche. Bereits nach 3 Jahren, im Jahre 1688 war die Kirche durch den Ratsmaurermeister Johann Benedikt Knöffel und durch den Zimmermeister Andreas Voigt wieder hergestellt und erhielt bis 1730 einen stattlichen Kirchturm.

Durch  August den II., König von Polen (genannt "August der Starke" ) sollte Altendresden zur Neuen Königsstadt umgebaut werden. Deshalb wurden ab 1732 zahlreiche Gebäude abgerissen. Die Dreikönigskirche musste von ihrem ursprünglichen Standort in der Nähe des heutigen "Goldenen Reiters" weichen, um der als Allee angelegten Hauptstraße Platz zu machen. An dieser Magistrale entstand zwischen 1732 und 1739 nach Plänen des Zwingerarchitekten Matthäus Daniel Pöppelmann die neue barocke Dreikönigskirche.

Die Bauausführung und die Innengestaltung wurde von George Bähr (Erbauer der Frauenkirche) übernommen. Am 29. September 1739 ( Michaelis ) konnte Superintendent Valentin Ernst Löscher in einem gut besuchten Gottesdienst die Dreikönigskirche ihrer Bestimmung übergeben. Zwischen 1854 und 1859 wurde der 87,5 m hohe Sandsteinturm nach Plänen von Karl Moritz Hänel und Frommherz Lobegott Marx errichtet.

Bis zur Einweihung der Martin-Luther-Kirche (1887) war die Dreikönigskirche mit ihren 3000 Plätzen die einzige evangelisch-lutherische Pfarrkirche in Neustadt.

In den Jahren 1933/34 erfuhr die Kirche unter Leitung des Dresdner Architekten Rudolph Kolbe eine umfassende Restaurierung mit dem Ziel, die beruhigende Atmosphäre einer Barockkirche wieder zu gewinnen.

Am 13. Februar 1945 brannte die Kirche im Bombenhagel aus. In den Nachkriegsjahren wurde mit großem Engagement die Ruine soweit wie möglich begehbar gemacht. In der Turmkapelle des erhalten gebliebenen Kirchturmes konnten noch Gottesdienste durchgeführt werden.

Erst 1977 wurde die Genehmigung zum Wiederaufbau der Dreikönigskirche erteilt, nachdem es vorher bereits Pläne zum Abriss gegeben hatte. Im Rahmen des Sonderbauprogramms der Evangelischen Kirche Deutschlands konnte am 31. Oktober 1984 der Grundstein gelegt werden, so dass nach Bauablauf am 09. September 1990 das Haus der Kirche geweiht wurde.




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