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Großer Pfahl


Bei Viechtach
Bayerischer Wald

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Der große Pfahl, ist eine weithin sichtbare und auffallende Gesteinsformation im Bayerischen Wald, nicht der normalerweise vorkommende dunkle Granit sondern ein helles weißes Quarzriff. Der Pfahl ist einen geologisches Naturdenkmal und eine Besonderheit im Bayerischen Wald. Die Wissenschaft lieferte mehrere Theorien zur Entstehung des Pfahls. Erst der Mineraloge Richard Hoffmann stellte 1962 fest, dass der Pfahlquarz ein kompliziertes Fieder- und Scherspaltensystem füllt und nicht, wie lange Zeit angenommen wurde, eine einfache, durchgängige Erdspalte. Dieses Spaltensystem entstand entlang einer tektonischen Bruchlinie bereits zu Beginn der variskischen Gebirgsbildung. Längs dieser Verwerfungszone wurde das Gestein stark beansprucht und zerrieben. Es entstanden morphologisch weiche Gesteine, die sogenannten Pfahlschiefer. Gegen Ende der variskischen Gebirgsbildung (vor etwa 250 Millionen Jahren) drang heißes, kieselsäureartiges Wasser aus dem Erdinneren in das Spaltensystem ein. Noch unterhalb der Erdoberfläche
kristallisierte es zu Quarzgestein aus. Die Freilegung des Quarzganges erfolgte im Laufe der Jahrmillionen durch die Verwitterung und die Abtragung des angrenzenden Gesteins.
Zwei gut angelegte Rundwanderwege in unterschiedlicher Länge, sowie der Pfahlwanderweg bieten Ihnen die Möglichkeit, die Sehenswürdigkeiten am Pfahl naturnah zu erleben. Dabei erfahren Sie Wissenswertes zur Geologie und zur Tier- und Pflanzenwelt dieses eindrucksvollen Naturdenkmals.


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