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Maria Birnbaum

 

Wallfahrtskirche Maria Birnbaum
Maria-Birnbaum-Straße 51
86577 Sielenbach


54 Bilder Maria Birnbaum


Anfang des 1600 Jahrhunderts haben die Schlossbewohner Stuntzbergs in einem Weinberg ein kleines Vesperbild (Pieta) aufgestellt. Im Jahre1632 wurde das Gnadenbild von schwedischen Truppen in das  Jochmoos geworfen, aus dem es der Dorfhirte Johann Vogl aus Sielenbach rettete und in einem hohlen Birnbaum neben der Straße stellte. Bereits im Jahre 1659 ereignete sich die erste Wunderheilung. Der Frau Anna aus Meran in Südtirol erschien das kleine Vesperbild im Traum. Als sie es gefunden hatte, wurden sie und ihr Sohn geheilt. Wenig später erhielt die taubstumme Magdalena Schnader am Birnbaum die Sprache wieder. Ab diesen unerklärlichen Heilungen setze eine große Wallfahrt zu  „Unser Lieben Frau im Birnbaum“ ein.
Philipp Jakob von Kaltenthal, Komtur der Deutschordenskommende Blumenthal, auf dessen Grund das Bild nun stand, beschloss den Birnbaum mit dem Gnadenbild mit einer Kirche zu umbauen. Er errichtet ab 1661 die Kirche, die der Freisinger Weihbischof Kaspar Kühner 1668 weihte. Die Seelsorge übernahmen zunächst Geistliche von Sielenbach und Klingen, später ab 1670 bis zur Säkularisation Deutschordens-Priester. 1685 wurde die Bruderschaft zu den 7 Schmerzen Mariens gegründet, der heute noch etwa 2000 Gläubige angehören. Im Jahre 1803 sollte die Kirche und die Wallfahrt aufgelöst werden, doch die Bauern den Umgebung übernahmen die Unterhaltskosten, bis die Gemeinde Sielenbach die Kirche kaufte. 1867/68 erhielten die Kapuziner Mönche die Wallfahrt. Am 4. November 1984 wurden sie abgezogen. Am 11. Oktober 1998 übernahm der Deutsche Orden wieder die Wallfahrtskirche. Er setzte das Konventgebäude in Stand und errichtete  einen Klosterladen und eine Wallfahrtsgaststätte, um die Besucherzahlen wieder zu beleben. Seit 2001 ist das Noviziat der deutschen Brüderprovinz für Maria Birnbaum verantwortlich.



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